Ein Flugzeug zu erfinden, ist nichts. Es zu bauen, ein Anfang. Fliegen, das ist alles. (Otto Lilienthal)
Ein Flugzeug zu erfinden, ist nichts.Es zu bauen, ein Anfang. Fliegen, das ist alles.(Otto Lilienthal)

Ju 87 D-3 in Wintertarnung (1:72)

Die Junkers Ju 87 war ein von der Junkers Flugzeugwerk AG entwickelter einmotoriger Tiefdecker mit Knickflügeln, starrem Fahrgestell und zwei Mann Besatzung. Seine Hauptaufgabe bestand in präzisen Bombenangriffen bei Tage im Rahmen taktischer Einsätze als Sturzkampfflugzeug (Stuka). Spätere Varianten der D-Serie wurden von der Luftwaffe vornehmlich als Schlachtflugzeuge eingesetzt.

Neben Deutschland nutzten auch Bulgarien, Ungarn, Italien, Kroatien, Yugoslawien und sogar Japan die Ju 87.

 

Merkmale der D-Reihe:

  • meistgebaute Modellreihe
  • aerodynamische Überarbeitung
  • die Panzerung wurde verbessert und das Maximalgewicht auf ≈6500 kg erhöht
  • Motoren von 1300 bis 1500 PS und mehr Treibstoffkapazität für ≈1400 km Reichweite
  • Erhöhung der Bombenlast auf bis zu 1800 kg, Ersatz des beweglichen MG 15 im Heckstand durch ein bewegliches Zwillings-MG MG 81 Z
  • Schlachtfliegerversionen mit zwei 20-mm-Kanonen MG 151/20 statt der MG 17 in den Tragflächenknicken, Wegfall der Sturzflugbremsen
    (Quelle: Wikipedia)

Mein Modell zeigt eine Ju 87 D-3 der 9./St.G 77 wie sie im Winter 1943/44 in Winniza in der Ukraine stationiert war.

In diesem Projekt habe ich zum ersten Mal versucht, eine Wintertarnung darzustellen.

Vielen Dank an Freund und Modellbaukollege Jürgen Klüser für die Tipps und Anregungen.

Ju 88 A-4 (1:72)

Die Junkers Ju 88 war ein zweimotoriges Flugzeug mit Kolbenmotoren der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke (JFM), das von 1939 bis 1945 produziert wurde.
Die Ju 88 war eines der Standard-Kampfflugzeuge der Luftwaffe des Deutschen Reiches. Die ursprünglich als schneller Horizontal- und Sturzkampfbomber konzipierte Maschine wurde mit diversen Modifikationen auch als Fernbomber, Torpedobomber, Minenleger, See- oder Fernaufklärer, zur Wetterbeobachtung, als Zerstörer, Nachtjäger, Panzerjäger oder als Tiefangriffsflugzeug eingesetzt. Mit 14.882 gebauten zweimotorigen Maschinen war die Ju-88-Produktion eines der größten Rüstungsprogramme des Deutschen Reiches im Zweiten Weltkrieg.
Die A-4 war eine Weiterentwicklung mit stärkeren Jumo 211-J oder F-Triebwerken und Junkers VF-11-Luftschrauben. Ebenso erhielt dieses Variante eine stärkere Abwehrbewaffnung.

 

Zum Modell sei folgendes gesagt: Revell hat hier einen sehr empfehlenswerten Bausatz auf den Markt geworfen aber leider in der Recherche zum Originalvorbild einen ordentlichen Irrläufer produziert. Denn die auf dem Kartondeckel gezeigte und im Bauplan abgebildete Maschine hat es in dieser Form wohl nicht gegeben. So ist dieses Modell eher als "What If" anzusehen.

Allerdings schmälert das nicht die Qualität des Bausatzes!!!!

Me 262 A1-a / U3  (1:48)

Im April 1939 hatte man bei Messerschmitt mit der Projektierung eines neuen Jagdflugzeuges begonnen, dessen Antrieb aus dem System "Turbine-Luftstrahl" (TL) bestehen sollte.
Als Höchstgeschwindigkeit wurden für die damalige Zeit unglaubliche 900km/h angepeilt.
Im Juli 1942 konnte die erste Me 262 mit TL abheben und am 26.07.1944 gelang einer Serienmaschine im Erprobungskommando Lechfeld bei Augsburg der erste Luftsieg durch einen Düsenjäger in der Geschichte der Luftfahrt.
Die deutsche Führung (politisch) war von diesem neuen Flugzeug höchst beeindruckt und ebenso viele namhafte Jagdexperten der Luftwaffe (Zitat von Adolf Galland: "Es ist, als wenn ein Engel schiebt.").
Galland und andere Luftwaffenoffiziere erkannten das Potential des neuen Strahlflugzeuges als wirksame Antwort auf die alliierten Bomberströme.
Wegen der Unausgereiftheit dieses neuartigen Fluggerätes, litt die Me 262 unter massiven technischen Problemen. Vor allem die Antriebsaggregate hatten viele Kinderkrankheiten und es wurden mehr Maschinen und vor allem Piloten durch Defekte am Flugzeug verloren als durch Feindeinwirkung. Aufgrund dieser Defizite wurde die Schwalbe nun vorrangig als Schnellbomber zum Einsatz gebracht, wobei das Konzept des Jägers jedoch auch weiter "erforscht" wurde (siehe Kommando Nowotny). Viele Jagdpiloten intervenierten gegen diese Entscheidung, was schließlich in der sog. "Verschwörung der Jagdflieger" (Johannes Steinhoff, Adolf Galland u.a.) mündete, in dessen Folge Galland sogar degradiert wurde.
Jedoch durften die "Aufständischen" ein kleines Kontingent Strahlflugzeuge zu einem Jagdverband zusammenwürfeln. Hier möchte ich einem lang gepflegten Mythos widersprechen, die Me 262 sei nur auf Drängen Hitlers vorrangig als Schnellbomber zum Einsatz gekommen. Schon während der Entwicklung wurde die Mitnahme von Außenlasten einkalkuliert denn seit Februar 1943 existierte ein Befehl, der vorschrieb, dass jedes Jagdflugzeug auch in der Lage sein muss, eine Bombe mitzuführen. Und da die Schwalbe wegen ihrer technischen Unzulänglichkeiten noch kein absolut zuverlässiges Jagdflugzeug war, wurde sie zu Anfang vorrangig als Schnellbomber eingesetzt. Allerdings mit eher mäßigen Erfolg, denn auch hier mangelte es an Technik und vor allem Erfahrung. Es gab auch unter den Jagdfliegern unterschiedliche Auffassungen, wie die "Schwalbe" eingesetzt werden sollte. Neben der klassischen Auffassung , dieses Flugzeug gegen Bomber ein zu setzen, vertrat z.B. der Gruppenkommandeur des JG 300, Gerhard Stamp, die Meinung, diesen Jet frühzeitig gegen den Jagdschutz der alliierten Bombereinflüge zum Einsatz zu bringen um die Begleitjäger zu zwingen, ihre Zusatztanks noch vor der Reichsgrenze ab zu werfen und vor Ort zu binden. Die sog. "Sturmgruppen" (schwer gepanzerte und bewaffnete Kolbenflugzeuge) würden die Viermots dann ungestört und genau so effektiv bekämpfen können wie die Me 262.
Allerdings setzte sich dieses Konzept nicht durch und die Jets wurden, WENN sie als Jäger auftraten, direkt zur Bomberbekämpfung eingesetzt. Durch ihre hohe Geschwindigkeit und ihre starke Bewaffnung von vier 30mm MK-108, sowie Luft-Luft-Raketen war die Me 262 durchaus in der Lage, einigermaßen unbehelligt vom Jagdschutz, feindliche Bomber ab zu schießen, aber auch wenn man alle verfügbaren Schwalben für diese Aufgabe eingesetzt hätte, so wäre ein Erfolg fraglich gewesen, mangelte es zu diesem Zeitpunkt doch an erfahrenen Piloten. Hinzu kamen die technischen Probleme, an denen es nicht mangelte und der Gegener entwickelte wirksame Gegentaktiken, um die Schwächen der Me 262 aus zu nutzen. Außerdem gab es auch auf alliierter Seite Entwicklungen zum Jetflugzeug hin (z.B. Gloster Meteor). Und sogar wenn man tatsächlich erfolgreich gewesen wäre (ACHTUNG!!! Hier spekuliere und mutmaße ich jetzt!!!!) und die Alliierten zumindest zur Einstellung der Tagangriffe hätte zwingen können, hätten die Folgen vielleicht noch verheerender sein können. So wäre der Einsatz der B-29 in Europa wahrscheinlich gewesen und im schlimmsten Fall wäre sogar der Abwurf einer Atombombe auf deutschem Boden erfolgt. Aber wie schon gesagt, ist das jetzt reine Spekulation meinerseits!!!

Auf jeden Fall stellt die Me 262 einen Meilenstein in der Geschichte der Luftfahrt dar und nach dem Krieg sind viele erbeutete Schwalben von den Siegermächten ausgiebig studiert worden und die dort gewonnen Erkenntnisse flossen dann in die eigenen Jetprojekte ein.

 

Meine Modell stellt eine Maschine der Version "U3" dar, welche aus der A1-a "Schwalbe" abgeleitet wurde. Die U3 war ein Aufklärungsflugzeug. Der Unterschied zur Jägerversion bestand darin, dass die obere Rumpfbugbewaffnung ausgebaut und an dieser Stelle Bildkameras installiert waren. Die beiden unteren MK's verblieben.

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